Nachhaltigkeit

 

Grundsätze zur Nachhaltigkeit am Standort Elsdorf

 

Wir stimmen überein mit dem von Gro Harlem Brundtland definierten Nachhaltigkeitsansatz: „Entwicklung zukunftsfähig zu machen heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können“. In diesem Sinne umfasst unser Verständnis von Nachhaltigkeit eine soziale, eine ökologische und eine ökonomische Dimension.

 

Soziale Dimension

Die soziale Dimension befasst sich mit der Gestaltung von Lebens- und Arbeitsbedingungen nach dem Grundsatz von Fairness, Gleichberechtigung, Chancengleichheit sowie der Förderung von Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichem Ausgleich.

 

Wir fördern die Berufsausbildung und sehen in einer praxisnahen Ausbildung die beste Möglichkeit, Nachwuchs für unseren Geschäftsbetrieb zu sichern. Aus diesem Grund sind wir bestrebt, Auszubildende nach absolvierter Prüfung in eine Festanstellung zu übernehmen. Zudem fördern wir die Weiterbildung und bieten jedem Mitarbeiter im Rahmen jährlicher Mitarbeitergespräche eine Einschätzung der individuellen Entwicklung und gemeinsam festgelegte Schulungsmaßnahmen an. Dies umfasst auch eine systematische Karriereförderung von Führungskräften auf Basis einer vom Unternehmen mitgetragenen Ko-Finanzierung (z.B. Meisterschule).

 

Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge erhalten unsere Mitarbeiter regelmäßigen Zugang zu Untersuchungen durch einen externen Betriebsarzt. Erweitert haben wir diesen Bereich durch kostenfreie Vorsorgemaßnahmen (z.B. Rückenschule) und durch regelmäßig veranstaltete Gesundheitstage. Nach längeren krankheitsbedingten Fehlzeiten hilft unser betriebliches Eingliederungsmanagement dabei, Mitarbeiter wieder zu integrieren und erneute Erkrankungen zu vermeiden indem betriebsbedingte Ursachen ausgeschlossen werden.

 

Ökologische Dimension

Die ökologische Dimension zielt auf eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Gestaltung der Produktions- und Distributionsprozesse. Schon bei der Erfassung der Rohmilch für unsere Molkerei verzichten wir auf unnötige Transportwege. Wir verarbeiten keine Milch ausländischen Ursprungs oder unbekannter Quelle, und die gesamte Milch stammt aus einem Radius von ca. 100 km rund um unseren Standort Elsdorf.

 

Dabei pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit den mit uns verbundenen Milcherzeugern, die uns allesamt persönlich bekannt sind und durch unseren Milchkontrollverein regelmäßig besucht und unterstützt werden. Unsere Milcherzeuger sind eingebunden in das niedersächsische Qualitätsmanagementsystem „QM-Milch“, in dessen Rahmen auf regelmäßiger Basis landesweit gültige Standards in den Bereichen Milcherzeugung, Tierhaltung und Hofpflege überprüft werden. Die allgemeine Professionalisierung und Größe unserer Milcherzeuger sorgt dafür, dass wir für unseren Rohstoff einen hohen Gütestandard bei Tierschutz und Tierwohlbefinden beanspruchen. Aufgrund von EU-Kriterien bei der finanziellen Förderung landwirtschaftlicher Betriebe sind unsere Milcherzeuger gehalten, angemessene Maßnahmen zur Förderung von Artenvielfalt, Biodiversität und Landschaftsschutz zu leisten.

 

Auch im Bereich sonstiger Rohwaren arbeiten wir sehr eng mit unseren Lieferanten zusammen. Grundsätzlich steht die Auswahl und Überprüfung unserer Rohstofflieferanten in enger Übereinstimmung mit unseren Leitgedanken zur Nachhaltigkeit und wir fordern, dass die uns beliefernden Unternehmen die gleichen Grundgedanken in die tägliche Arbeit einfließen lassen, wie wir sie an dieser Stelle vertreten. Bei den eingesetzten Verpackungsmitteln wird die Reduzierung von Materialstärken und der Einsatz umweltschonenderer Materialfraktionen praktiziert.

 

Ökonomische Dimension

Die ökonomische Dimension beinhaltet eine effiziente Wirtschaftsweise zur Verbesserung der Produktivität und Kostenstruktur. Dabei ist es in den vergangenen Jahren beispielsweise gelungen, den Einsatz von Energiemedien konsequent zu optimieren und die Energieeffizienz von technischen Anlagen und Maschinen zu verbessern. Durch ein Bündel von Maßnahmen konnte u.a. rund 3.650 t CO²-Ausstoß pro Jahr eingespart werden. Dies führte Ende 2011 zur Verleihung des 1. Preises beim „Energy Efficiency Award“ der Deutschen Energie-Agentur. Für das Konzept einer Kraft-Wärme-Kopplung im Rahmen des Neubaus unseres Logistikzentrums in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk, die zu einer weiteren Einsparung von 4.700 t CO² pro Jahr führte, wurde uns zudem die Auszeichnung mit dem 3. Deutschen Kältepreis des Bundesministeriums für Umwelt zuteil. Parallel wurde dieses Konzept einer besonders hohen Energieeffizienz mit dem Gütesiegel „Good Practice Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur ausgezeichnet.

 

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Auch beim Abfallmanagement verfolgen wir das Ziel, Ausschüsse zu vermeiden, zu verringern oder möglichst gut zu verwerten. Entsprechend wurde eine konsequente Verbrauchsbeobachtung eingeführt, welche die Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Verbräuchen aller Rohstoffe und Fertigwaren aufzeigt. Nicht-organische Abfälle werden nach Materialfraktionen (z.B. Folien, Kunststoffe, Pappe/Papier, etc.) sortiert und sortenrein einer Weiterverwendung zugeführt.

 

Abschließend liegt ein Augenmerk auf der Reduzierung von Frisch- und Abwasser aus unseren Prozessen. Um Wasserverbrauch und Abwasserbelastung so gering wie möglich zu halten, finden kontinuierliche Kontrollen statt, bei denen u.a. die pH-Werte und der chemische Sauerstoffbedarf gemessen werden. Über eine Reduzierung von Produktverlusten und Spülvorgängen soll die Abwasserbelastung weiter reduziert werden.

 

 

Die aufgeführten Punkte sollen beispielhaft aber konkret zeigen, in welchen Bereichen unser Unternehmen Schwerpunkte setzt. Daneben gibt es weitere Maßnahmen, die im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsgrundsätze verfolgt werden, und es werden in Zukunft sicher noch weitere Aktionsfelder auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Erzeugung unserer Produkte entstehen.