Nachhaltigkeit

Grundsätze zur Nachhaltigkeit am Standort Elsdorf

 

 

Wir verstehen Nachhaltigkeit als „eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der jetzigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“ (frei nach Gro Harlem Brundtland, ehemalige norwegische Ministerpräsidentin).

 

Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung des Themas Nachhaltigkeit haben wir für unser Unternehmen 4 Säulen der Nachhaltigkeit definiert, die zusammen den klassischen Dreiklang „Soziales“, „Ökologie“ und „Ökonomie“ abdecken. Diese 4 Handlungsfelder zeigt die folgende Auflistung.

 

 

 

 

 

 

SOZIALES

 

• Kooperative Mitarbeiterführung
 

• Faire Entlohnung
 

• Förderung von Bildung & Ausbildung
 

• Förderung von Gesundheit
 

• Arbeitsbedingungen
 

• Förderung des kollegialen Miteinanders
 

• „erlebbares“ regionales Engagement

 

 

 

ROHSTOFFE / EINKAUF
 

• Corporate Social Responsibility (CSR) – Anforderungen in Bezug auf Vorlieferanten

 

• Zertifizierungen bzw. Standards als Grundlage der Lieferantenzulassungen

 

 

 

PROZESSE

 
• Effiziente Wirtschaftsweise zur Verbesserung der Produktivität & Kostenstruktur
 
 
• Ökonomischer Einsatz aller Ressourcen im Herstellungsprozess
 
 
• z.B. Energieeffizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung im Rahmen des Neubaus unseres Logistikzentrums in Kombination mit einem eigenen Blockheiz-Kraftwerk
 
 
• CO2 Reduzierung über die gesamte Lieferkette

 

 

 

LANDWIRTSCHAFT

 

• Der Landwirt als Unternehmer – persönlicher Kontakt und intensive Zusammenarbeit

 

• Tierwohl / Tierethik (z.B. Platzangebot, Tierkomfort, Gesundheitsprophylaxe)

 

• Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette

 

• Milchlieferungsordnung zwischen Landwirt und Elsdorfer Molkerei

 

• QM-Milch Standard 

 

• Nachhaltigkeitsmodul QM-Milch

 

• Fütterung / GVO-freie Milch

 

 

 

 

 

Soziales

 

Die soziale Dimension befasst sich mit der Gestaltung von Lebens- und Arbeitsbedingungen nach dem Grundsatz von Fairness, Gleichberechtigung, Chancengleichheit sowie der Förderung von Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichem Ausgleich. Diese Aspekte finden sich schwerpunktmäßig in unserer 1 Säule wieder.

 

Wir fördern die Berufsausbildung und sehen in einer praxisnahen Ausbildung die beste Möglichkeit, Nachwuchs für unseren Geschäftsbetrieb zu sichern. Aus diesem Grund sind wir bestrebt, Auszubildende nach absolvierter Prüfung in eine Festanstellung zu übernehmen. Zudem fördern wir die Weiterbildung und bieten jedem Mitarbeiter im Rahmen jährlicher Mitarbeitergespräche eine Einschätzung der individuellen Entwicklung und gemeinsam festgelegte Schulungsmaßnahmen an. Dies umfasst auch eine systematische Karriereförderung von Führungskräften auf Basis einer vom Unternehmen mitgetragenen Ko-Finanzierung (z.B. Meisterschule).

 

 

 

 

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Unser Ziel ist es, unsere Gesundheitsquote auf dem vergleichsweise hohen Niveau von 96% der Vorjahre zu halten. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge erhalten unsere Mitarbeiter daher unter anderem regelmäßigen Zugang zu Untersuchungen durch einen externen Betriebsarzt. Erweitert haben wir diesen Bereich durch kostenfreie Vorsorgemaßnahmen (z.B. Rückenschule) und durch regelmäßig veranstaltete Gesundheitstage.

 

Nach längeren krankheitsbedingten Fehlzeiten hilft unser betriebliches Eingliederungsmanagement dabei, Mitarbeiter wieder zu integrieren und erneute Erkrankungen zu vermeiden indem betriebsbedingte Ursachen ausgeschlossen werden.

 

Rohstoffe / Einkauf

 

Die 2. Säule unserer Nachhaltigkeit befasst sich mit der Beschaffung unserer Rohstoffe. Hier arbeiten wir sehr eng mit unseren Lieferanten zusammen. Grundsätzlich steht die Auswahl und Überprüfung unserer Rohstofflieferanten in enger Übereinstimmung mit unseren Leitgedanken zur Nachhaltigkeit und wir fordern, dass die uns beliefernden Unternehmen die gleichen Grundgedanken in die tägliche Arbeit einfließen lassen, wie wir sie an dieser Stelle vertreten.

 

Im Rahmen der Lieferantenzulassungen und regelmäßigen Lieferantenaudits wird dieses durch Einhaltung von Standards und durch Zertifizierungen geprüft. Bei den eingesetzten Verpackungsmitteln wird die Reduzierung von Materialstärken und der Einsatz umweltschonenderer Materialfraktionen praktiziert.

 

 

 

 

Grundsätzlich achten wir aus ökologischer Sicht bei der Beschaffung unserer Rohstoffe auf eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Gestaltung der Distributionsprozesse. Dazu greifen wir, wenn möglich, auf regionale Lieferanten zurück um unnötiger Transportwege zu vermeiden.

 

Des Weiteren achten wir auf eine optimierte Auslastung der einzelnen Anlieferungspaletten und möglichst Direktanlieferung der Einkaufsartikel mit vollen LKW-Zügen.

 

 

Prozesse

 

Die Säule Prozesse beinhaltet zum einen die effiziente Wirtschaftsweise zur Verbesserung der Produktivität und Kostenstruktur und zum anderen die umweltfreundliche und ressourcenschonende Gestaltung der Produktionsprozesse. Uns ist es in den vergangenen Jahren beispielsweise gelungen, den Einsatz von Energiemedien konsequent zu optimieren und die Energieeffizienz von technischen Anlagen und Maschinen zu verbessern. Durch ein Bündel von Maßnahmen konnte u.a. rund 3.650 t CO²-Ausstoß pro Jahr eingespart werden. Dies führte Ende 2011 zur Verleihung des 1. Preises beim „Energy Efficiency Award“ der Deutschen Energie-Agentur.

 

Für das Konzept einer Kraft-Wärme-Kopplung im Rahmen des Neubaus unseres Logistikzentrums in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk, die zu einer weiteren Einsparung von 4.700 t CO² pro Jahr führte, wurde uns zudem die Auszeichnung mit dem 3. Deutschen Kältepreis des Bundesministeriums für Umwelt zuteil. Parallel wurde dieses Konzept einer besonders hohen Energieeffizienz mit dem Gütesiegel „Good Practice Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur ausgezeichnet.

Ausgehend von dieser bereits sehr guten Basis haben wir uns im Rahmen unseres Energiemanagements das Ziel gesetzt jährlich weiterhin 1,5% energetische Leistung, bezogen auf das Basisjahr 2013 im Bereich Strom und Gas einzusparen.

 

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Mit einem großen Projekt in der Supply Chain werden wir in den kommenden Jahren unsere Prozesse und Abläufe stärker digitalisieren und miteinander vernetzen. Dies führt zu einer verlässlicheren Abstimmung einzelner Prozessschritte und in der Folge zu einer verbesserten Linienleistung. Das Ziel ist eine Steigerung um gut 3%-Punkte über das gesamte Unternehmen.

 

Auch beim Abfallmanagement verfolgen wir das Ziel, Ausschüsse zu vermeiden, zu verringern oder möglichst gut zu verwerten. Entsprechend wurde eine konsequente Verbrauchsbeobachtung eingeführt, welche die Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Verbräuchen aller Rohstoffe und Fertigwaren aufzeigt. Nicht-organische Abfälle werden nach Materialfraktionen (z.B. Folien, Kunststoffe, Pappe/Papier, etc.) sortiert und sortenrein einer Weiterverwendung zugeführt.

 

Abschließend liegt ein Augenmerk auf der Reduzierung von Frisch- und Abwasser aus unseren Prozessen. Um Wasserverbrauch und Abwasserbelastung so gering wie möglich zu halten, finden kontinuierliche Kontrollen statt, bei denen u.a. die pH-Werte und der chemische Sauerstoffbedarf gemessen werden. Über eine Reduzierung von Produktverlusten und Spülvorgängen soll die Abwasserbelastung weiter reduziert werden.

 

Landwirtschaft

 

Mit der Milch als unserem Hauptrohstoff für die meisten unserer Produkte haben wir einen besonderen Fokus auf die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft gelegt und diesen Faktor in unserer Nachhaltigkeit in einer eigenen Säule verankert. Hierbei vereinigen sich sowohl ökologische, als auch ökonomische und soziale Aspekte. Schon bei der Erfassung der Rohmilch für unsere Molkerei verzichten wir auf unnötige Transportwege.

 

Wir verarbeiten keine Milch ausländischen Ursprungs oder unbekannter Quelle, und die gesamte Milch stammt aus einem Radius von ca. 80 km rund um unseren Standort Elsdorf.

 

 

 

 

Dabei pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit den mit uns verbundenen Milcherzeugern, die uns allesamt persönlich bekannt sind und durch unsere Tierärztin und unseren Milchkontrollverein regelmäßig besucht, unterstützt und beraten werden. Unsere Milcherzeuger sind eingebunden in das niedersächsische Qualitätsmanagementsystem „QM-Milch“, in dessen Rahmen auf regelmäßiger Basis landesweit gültige Standards in den Bereichen Milcherzeugung, Tierhaltung und Hofpflege überprüft werden.

 

Die allgemeine Professionalisierung und Größe unserer Milcherzeuger sorgt dafür, dass wir für unseren Rohstoff einen hohen Gütestandard bei Tierschutz und Tierwohlbefinden beanspruchen. Aufgrund von EU-Kriterien bei der finanziellen Förderung landwirtschaftlicher Betriebe sind unsere Milcherzeuger gehalten, angemessene Maßnahmen zur Förderung von Artenvielfalt, Biodiversität und Landschaftsschutz zu leisten.

Nachhaltige Partnerschaft

 

Auf unserem Weg zu einer ganzheitlichen, nachhaltigen Unternehmensführung orientieren wir unser Vorgehen am „ZNU Standard Nachhaltiger Wirtschaften“. Hierbei handelt es sich um einen anerkannten Standard, der Nachhaltigkeit messbar, umsetzbar und überprüfbar macht (mehr: ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften: ZNU-Standard). 

 

Bei der strukturierten Weiterwicklung unserer Maßnahmen werden wir dabei direkt vom ZNU – Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung mit fundierter Erfahrung aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt. Das ZNU ist ein Institut innerhalb der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Witten / Herdecke. Seit Sommer 2017 ist die Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH ein Partnerunternehmen des ZNU.

 

 

Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten werden wir im August 2018 erstmalig durch den TÜV Rheinland zertifizieren lassen.